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Weingut Keller

Deutschland/ Rheinhessen
Keller

Getrieben von den Unruhen der französischen Revolution verlässt Johann Leonhard Keller 1789 seine Heimat, die Schweiz. Im Rheinhessischen Dalsheim beginnt er mit Landwirtschaft und Weinbau. Dank seiner guten Beziehungen zum Klerus kann er den in Stiftsbesitz befindlichen Dalsheimer Oberen Hubacker erwerben. Die Paradelage des Gutes ist noch heute im Alleinbesitz der Familie. Bis in die 1990er Jahre sind die Weine von Hedwig und Klaus Keller kaum bekannt. Dann erhalten sie erstklassige Kritiken, ein geradezu kometenhafter Aufstieg beginnt. Das Weingut, jetzt von Sohn Klaus Peter und seiner Frau Julia geleitet, wird 2002 Erzeuger des Jahres in Rheinhessen und erhält im selben Jahr und 2013 die Auszeichnung »Winzer des Jahrzehnts« vom Gault Millau.

Der kometenhafte Aufstieg des Weinguts Keller ist ohne dessen herausragende, lange unterschätzte Lagen nicht denkbar – allen voran der Dalsheimer Hubacker. Hinzu kommt ein besonderes Lagenklima, in dem ausdrucksstarke Rieslinge entstehen, die durch ein filigranes Frucht-Säure spiel und feinste Mineralik bestechen. Der Rebhang Westhofener Kirchspiel öffnet sich wie ein Amphitheater zum Rhein hin und ist geprägt vom Tonmergel mit Kalksteinskeletteinlagen und einem geringen Anteil an Kalkwitterungs lehm. Die Weine sind sehr finessenreich. Ein weiteres Filetstück für brillante, sehr mineralische Weine: die Parzelle »Absterde« mit einem hohen Kalkgehalt.

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Weingut_keller
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